Hofbäckerei

Brot aus eigenem Getreide

Ein normales Bauernbrot kennen Sie alle, doch haben Sie auch einmal Lust auf etwas Ausgefallenes wie ein Brot aus Emmer oder Einkorn?
Dann sind Sie bei mir an der richtigen Adresse!
Ich backe mit alten vergessenen Urgetreidesorten die auf unseren eigenen Feldern wachsen.
Probieren Sie dieses besondere einzigarte Aroma des Urkorns und freuen Sie sich auf einen neuen Brotgenuss.

Getreidesorten

Dinkel

Dinkel ist das wohl bekannteste Ur-Korn. Der Dinkel ist vor ca. 7000 Jahren aus einer Kreuzung von Emmer und einem Wildgras entstanden.

Die meisten verbinden Dinkel mit Frau Hildegard von Bingen die dem nussig schmeckenden Korn eine heilende Wirkung zusprach.
Dies beruht auf dem hohen Gehalt der Aminosäure Tryptophan, die für die Bildung von Serotonin, unserem „Wohlfühlhormon“ zuständig ist.

Demzufolge macht Dinkel glücklich und ist auch deshalb sehr gesund. Dinkel besitzt im Vergleich zu Weizen kaum Fett, hat einen höheren Eiweißgehalt und höhere Anteile an Mineralstoffen und Vitaminen.
Ungewöhnlich hoch ist auch der Gehalt an Kieselsäure, der man eine Steigerung der intellektuellen Leistungsfähigkeit nachsagt.

Emmer

Emmer ist eine Kreuzung von Einkorn und einer urtümlichen Grasart. Es ist die zweit-älteste kultivierte Getreidesorte, und wurde 8000 Jahre vor Christi kultiviert.

In seinen Ähren sitzen zwei Körner einander gegenüber, weshalb er auch Zweikorn genannt wird.
Das Getreide schmeckt würzig, besitzt einen höheren Eisenanteil als Weichweizen und ist wesentlich eiweißreicher.

Laut Überlieferungen war Emmer das Lieblingsgetreide des römischen Feldherrn Julius Cäsar. Er führte nach dem Sieg über die ägyptische Königin Kleopatra das Getreide aus dem Orient nach Rom ein und etablierte es als wichtiges Kulturgut im römischen Reich.

Einkorn

Das aus einem Wildgras entstandene Einkorn war früher eine wichtige Getreidepflanze, die man sogar bei Ötzi’s Befreiung aus dem Eis in seinem Proviant entdeckt hat.
Sie wurde bereits 10.000 Jahre vor Christi Geburt angebaut und geerntet.

Die Körner sind weich, schmal, klein sowie aromatisch im Geschmack und enthalten im Vergleich zu Weichweizen deutlich mehr Eiweiß und Mineralstoffe.
Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wird im Vergleich zum Weizen mit einer sechs- bis zehnfach höheren Menge gemessen.
Diese Stoffe haben einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem und schützen unsere Netzhaut, da diese wie ein natürlicher UV-Filter in unseren Augen wirken.

Waldstaudenroggen

Der Waldstaudenroggen oder auch oft Stauden- oder Johannisroggen genannt ist eine alte Roggenart und wird deshalb auch als Ur-Roggen bezeichnet.
Er stammt von einem Wildgras ab, welches bereits 500.000 Jahre vor Christus im Orient gewachsen ist.

Der Urroggen schmeckt eher süßlich und weist einen erdigen, leicht würzigen Geschmack auf.
Im Vergleich zum modernen Roggen hat er einen um 30-50% höheren Ballaststoffgehalt auf und beinhaltet wichtige Spurenelemente und Vitamin B.

Kamut

Khorsanweizen, oder auch Kamut genannt, ist vor etwa 6000 Jahren aus dem wilden Emmer hervorgegangen.
Bereits die alten Ägypter schätzten dieses nahrhafte, weizenähnliche Korn, das wörtlich übersetzt „Seele der Erde“ heißt.

Kamut ist aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr gehaltvoll und ist die energiereichste Weizensorte.
Seine Kohlenhydrate gelten als leicht verdaulich und er besitzt einen bis zu 40% höheren Eiweißgehalt.